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ländlicher Raum und Landentwicklung

Kirchanschöring - Leben und Wirtschaften

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Ansprechparter
Hans-Jörg Birner, Erster Bürgermeister
Gemeinde Kirchanschöring
Rathausplatz 2
83417 Kirchanschöring

Telefon 08685/77939-0
Telefax 08685/77939-30
gemeinde@kirchanschöring.de
http://www.kirchanschoering.info/
Kernthemen
Innenentwicklung
Landwirtschaft
Miteinander

Kurzporträt

Kirchanschöring (ca. 3250 Einwohner) ist eine Gemeinde im oberbayrischen Landkreis Traunstein. Die Gemeinde befindet sich im Rupertiwinkel und grenzt an das Ostufer des Waginger Sees. Die Landschaft in Kirchanschöring ist voralpin geprägt und wurde von der letzten Eiszeit geformt. In Kirchanschöring spielt die kleinstrukturierte, bäuerliche Landwirtschaft seit jeher eine wichtige Rolle. Die Gemeinde hat sich bereits in den 90er Jahren intensiv mit ihrer Entwicklung auseinandergesetzt. Unter dem Motto „Dorf in Bewegung“ wurde in den Jahren 1993 – 2003 die Dorferneuerung durchgeführt.

Im Hauptort konnte ein gelungener Sanierungsprozess abgeschlossen werden. Die Ortsmitte wurde durch die Dorfentwicklung so umgestaltet, dass ortsbildprägende Gebäude (Bürgersaal, Pfarrzentrum, Saliteranwesen) deutlich aufgewertet wurden. Vor allem die Änderung der Ortsdurchfahrt, die eine Verkehrsberuhigung bewirkte sowie eine stimmige, naturnahe Begrünung des Ortskerns verbesserten das Gesamtbild der Gemeinde.

Angesichts des umfassenden Strukturwandels und der demographischen Entwicklung stellt sich die Frage, wie künftigen Herausforderungen begegnet werden soll und welche Wege zum Ziel führen.

Meilensteine

Im Rahmen der Dorferneuerung Kirchanschöring wurde bereits in den 90er Jahren ein intensiver Beteiligungsprozess gestartet, der das Ziel verfolgte, alle beteiligten Bürger, Verwaltungen sowie den Gemeinderat einzubinden.

Weitere Meilensteine:
  • Gemeinderatsklausur (2012); Start eines neuen Beteiligungsprozesses
  • Dialogplanung „Haus der Begegnung“ 2013
  • Vergabe eines Gemeindeentwicklungskonzeptes durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern; Klausurtagung der SDL Thierhaupten zum Start (2014)
  • Betrachtung und Vernetzung aller Bereiche – unter dem Motto „Leben und Wirtschaften in Kirchanschöring“. Auswertung bereits vorhandener Gutachten, Neubewertung und Zusammenführung zu einer praktikablen Strategie, Anknüpfen an das bisher Erreichte
  • Festlegung auf ein Handlungsprogramm mit sieben Sofortmaßnahmen und entsprechenden Organisationsstrukturen
  • Gestaltung eines transparenten Entwicklungsprozesses
  • Eröffnung des Regionalladens „Bio-Michi“ (2015)
  • Engagement bei interkommunalen Entwicklungskonzepten; Integration des Gemeindeentwicklungskonzeptes in die Ziele des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILE) Waginger See – Rupertiwinkel und "Ökomodellregion Waginger See- Rupertiwinkel", "TG Waginger-Tachinger See", "Boden:ständig" sowie in weiteren interkommunalen Verbänden
  • Öffentliche Anerkennung:
    • Bundesgoldmedaille im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ (2004)
    • Förderpreis kommunale Seniorenpolitik vom Bayerischen Sozialministerium (2010)

Resümee

Foto von Manfred Peter
Die Gemeinde Kirchanschöring pflegt eine Kultur des Miteinanders und plant seine Projekte im Dialog mit allen Beteiligten. Durch die Dorferneuerung in den 90er Jahren wurde die Ortsmitte saniert und ansprechend gestaltet. Kirchanschöring erhielt durch den Erhalt der ortsbildprägenden Bausubstanz, der innovativen Neubauten, der Verkehrsführung und die naturnahe Begrünung einen besonderen, individuellen Charakter.

Dabei richtet die Gemeinde ihre Politik an den heutigen Herausforderungen aus. Das Gemeindeentwicklungskonzept „Leben und Wirtschaften“ basiert auf bestehenden Gutachten, die hinsichtlich Zielen, Projekten und Beteiligungsformen strategisch ausgewertet wurden. Vor allem klare Zieldefinitionen und Prioritäten ermöglichten einen schnelleren Einstieg in die Projektentwicklung.

Die ganzheitliche Planung und Vernetzung aller Themen führt zu mehr Verständnis und ist bezeichnend für den Entwicklungsprozess. Wichtige Erfolgsfaktoren sind Transparenz bei der Gestaltung, der Organisation und beim Management des Prozesses sowie die Fokussierung auf zukunftsrelevante Themen. Durch diese Strategie entsteht ein kreatives Milieu, aus dem zukunftsweisende Projekte resultieren, die zügig mit Partnern und Experten umgesetzt werden. Der in Kirchanschöring entwickelte Ansatz strahlt in die ILE Waginger See – Rubertiwinkel. Damit ist die Gemeinde auch Impulsgeber für die Entwicklung der gesamten Region.
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