Informationsplattform
ländlicher Raum und Landentwicklung

Initiative Rodachtal e. V., Bayern - Thüringen

Grenzenlos im Rodachtal

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Ansprechparter
Initiative Rodachtal e.V.
Kirchhofsweg 26
98663 Ummerstadt

Tel.: 036871 / 303-17
Fax: 036871 / 303-18
www.initiative-rodachtal.de
post@initiative-rodachtal.de

Regionalmanager
Frank Neumann
Ingenieurbüro für Planung und Umwelt Erfurt
Breite Gasse 4-5
99084 Erfurt

ipu@initiative-rodachtal.de
Kernthemen
Innenentwicklung
Wirtschaft / Tourismus
Landwirtschaft
Energiewende/Klima
Miteinander
Interkommunale Zusammenarbeit

Kurzporträt

Die Öffnung der Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland sowie die Wiedervereinigung stellten die gemeinsame Entwicklung des Helburger Unterlands und des Coburger Lands vor neue Herausforderungen. Die vier Thüringer Gemeinden Bad Colberg-Heldburg, Straufhain, Ummerstadt und Westhausen sowie die bayerischen Städte Bad Rodach und Seßlach beschlossen, in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden Weitramsdorf, Itzgrund und Ahorn, die Region gemeinsam zu entwickeln. Begleitet und unterstützt wurde dieser Prozess vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken sowie von der Schule der Dorf- und Flurentwicklung Klosterlangheim. Am 17.12.2001 wurde der Verein „Initiative Rodachtal“ gegründet. Er bündelt alle Aktivitäten zum Erhalt und zur nachhaltigen Entwicklung des Rodachtals.

Meilensteine

Ausgangspunkt für die interkommunale Zusammenarbeit war ein Modellvorhaben des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Jahre 2000. Ziel war es, neue Formen der Zusammenarbeit zu erproben, um die einstige Trennung der Regionen nach dem Fall der Mauer 1989 zu überwinden.

Weitere Meilensteine waren:
  • Seminar an der Schule der Dorf- und Flurentwicklung Klosterlangheim (2000)
  • Gründung von übergemeindlichen Arbeitskreisen (2001)
  • Gründung der Initiative Rodachtal e.V. (2001) mit Unterstützung des Freistaates Thüringen
  • Weiteres Seminar an der Schule der Dorf- und Flurentwicklung Klosterlangheim (2002)
  • Erarbeitung von Handlungsfeldern für ein regionales Entwicklungskonzept (REK) und laufende Fortschreibung unter dem Motto Gesundheit an Körper, Geist und Seele
  • Etablierung des Regionalmanagements
  • Vergabe eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes ILEK (2002) durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken ( ALE Oberfranken)
  • Anordnung von Verfahren der Ländlichen Entwicklung (Dorferneuerung und Flurneuordnung) durch das ALE Oberfranken
  • Fortschreibung des REK (2007) und Fortschreibung unter dem Motto „Gesundheit an Körper, Geist und Seele – grenzenlos“
  • Prozessbegleitung durch Workshops an der Schule der Dorf- und Flurentwicklung Klosterlangheim (2005, 2012, 2015)
  • Hervorragende Zusammenarbeit mit Partnern (Städtbauförderung, LEADER-Aktionsgruppen) auf bayerischer und thüringer Seite
  • Eröffnung des Deutschen Burgenmuseums in Bad Colberg-Heldburg (2016)
  • Flächenmanagement im Rodachtal ( Analyse, Maßnahmenentwicklung, Kommunikation) ab (2012)
  • Neuausrichtung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (2014)
  • Öffentliche Anerkennung:
    • Bürgerpreis der deutschen Einheit ( 2003) durch die Bundeszentrale für politische Bildung
    • Erfolgreiche Bewerbungen beim Bundesforschungsprojekt REFINA (Reduzierung der Beanspruchung von Flächen durch ein nachhaltiges Flächenmanagement), beim Modellvorhaben der Raumordnung “Regionale Daseinsvorsorge“ oder beim Bundesmodellprojekt „Baukultur in der Praxis“
    • Die Integrierte Ländliche Entwicklung Rodachtal erhält den Bayerischen Staatspreis "Ländliche Entwicklung in Bayern" (2016)

Resümee

Die Initiative Rodachtal zeichnet sich durch eine besondere Qualität der interkommunalen Zusammenarbeit aus. Vor allem die Kontinuität und laufende Fortschreibung der Entwicklungsziele, die geprägt sind vom Elan und der Kreativität aller Beteiligten, ist bezeichnend. Die Basis des Erfolgs sind funktionierende und ineinander greifende Arbeits- und Kommunikationsstrukturen, die von den politischen Entscheidungsträgern maßgeblich unterstützt und vorangetrieben werden. Im Fokus steht die ebenso intensive wie erfolgreiche überregionale Projektarbeit. Durch zahlreiche länderübergreifende Aktionen im wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Bereich ist es gelungen, die Bäderkultur des Landstrichs wiederzubeleben und eine regionale Identität aufzubauen.

Die Steuerung des demographischen Wandels in allen relevanten Handlungsfeldern erfolgt aktiv, interkommunal und ganzheitlich. Die frühere Teilung der Region, deren wirtschaftliche Schwächen sowie die Mentalitätsunterschiede in der Bevölkerung werden nach und nach überwunden. Somit ist die Initiative ein Brückenschlag mit Modellcharakter zwischen Ost und West. Vor allem in Bezug auf Wirtschaftskraft, Arbeitskräfteangebot, Fördergefälle und die Mentalität der Menschen trägt sie wesentlich zu einer positiven Zukunftsentwicklung der Region bei.
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