Informationsplattform
ländlicher Raum und Landentwicklung

Hofheimer Land

Eine Allianz für lebendige Ortsmitten

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Ansprechparter
Erster Bürgermeister Wolfgang Borst
Obere Sennigstraße 4
97461 Hofheim i. UFr.

Tel.: 0 95 23 / 92 29 - 0
Fax: 0 95 23 / 50337 - 28
bgm.borst@gmx.de
www.stadt-hofheim.de

Interkommunales Bürgerzentrum
Niklas Rhein, Regionalmanager
Marktplatz 1
97461 Hofheim i. UFr.

Tel.: 0 95 23 / 50 33 7 - 16
Fax: 0 95 23 / 50 33 7 - 28
info@hofheimer-land.de
www.hofheimer-land.de
Kernthemen
Innenentwicklung
Miteinander
Interkommunale Zusammenarbeit

Kurzporträt

Die ländlich geprägte Gemeinde-Allianz Hofheimer Land mit 15.000 Einwohnern befindet sich im nördlichen Teil des Landkreises Haßberge im Regierungsbezirk Unterfranken an der bayerisch-thüringischen Grenze. Die Allianzgemeinden liegen im Naturpark Haßberge, wobei die Höhenzüge des Mittelgebirges das Allianzgebiet in zwei markante Naturräume trennen. Neben einem gut ausgebauten Rad- und Wanderwegenetz gibt es zahlreiche Schlösser und Burgen. Im Westen grenzt die Allianz an den Verdichtungsraum Schweinfurt.

Der Landkreis Haßberge wird in den kommenden Jahren in besonders hohem Maße die Auswirkungen des demografischen Wandels zu spüren bekommen. Die Folgen sind Leerstände und Funktionsverluste in den Ortskernen sowie eine abnehmende Wirtschaftskraft.
Im Hinblick auf den drohenden Schrumpfungs- und Überalterungsprozess ergriff die Stadt Hofheim die Initiative für eine übergemeindliche Zusammenarbeit. Im Jahr 2008 schlossen sich sieben Gemeinden mit 51 Ortsteilen (die Gemeinden Aidhausen, Bundorf, Ermershausen, Riedbach sowie die Stadt Hofheim i.Ufr. und die Märkte Burgpreppach und Maroldsweisach) zur Gemeinde-Allianz Hofheimer Land zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, die Angebote und Strukturen im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge zu erhalten und an neue Bedarfe anzupassen.

Meilensteine

Bereits im Jahr 2008 wurden im Rahmen eines vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken geförderten Projektes ein Konzept sowie ein Handlungsleitfaden zur Stärkung der Ortskerne aller Allianz-Gemeinden erarbeitet.

Weitere Meilensteine waren:
  • Konzentration auf Strategien zur Innenentwicklung; Etablierung eines Förderprogramms zur Stärkung der Ortskerne der Allianzgemeinden; Ortskernentwicklung durch gezieltes Gebäude- und Flächenmanagement einschließlich Beratung und Vermarktung
  • Teilnahme an einem Seminar in der Schule der Dorf- und Flurentwicklung Klosterlangheim; gemeinsame Erarbeitung künftiger Handlungsfelder (2011)
  • Intensive Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken und der Städtebauförderung zur Steuerung nachhaltiger Entwicklungsprozesse in der Region; Vergabe eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) durch das ALE Unterfranken in Kombination mit dem Programm der Städtebauförderung „Kleine Städte und Gemeinden“ (2011)
  • Aufbau einer Organisationsstruktur und Gründung von thematischen Arbeitskreisen: Ländliche Wirtschaft, Siedlungsentwicklung und Bauen, Touristische Entwicklung, Regionale Identität, Kultur und Zusammenleben, Technische Infrastruktur, Soziale Infrastruktur (2011)
  • Durchführung eines Ideenwettbewerbs für Jugendliche zur Vorstellung ihrer Ideen für die Zukunft der Gemeinde-Allianz Hofheimer Land
  • Koordination zwischen diversen Förderprogrammen (ILEK, Leader, Städtebauförderung) durch kooperative Zusammenarbeit mit allen Partnern
  • Aufbau einer neuen Internet-Präsenz zur Dokumentation der Arbeitsschritte und Ergebnisse
  • Erstellung eines Leitbilds für die Gemeinde-Allianz Hofheimer Land sowie einer Wort-/ Bildmarke; erklärtes Ziel der Allianz ist es, gemeinsam den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen, um die Zukunft generationsgerecht und nachhaltig zu gestalten.
  • Erarbeitung eines Handlungskonzeptes zur Verhinderung von Leerständen
  • Einrichtung des Burgeninformationszentrums Altenstein (Markt Maroldsweisach) im Rahmen des Leader-Projekts „Deutscher Burgenwinkel“, eines Netzwerks aus Burgen, Schlössern und Ruinen in der Region Haßberge (2011/2012)
  • Eröffnung des Interkommunalen Bürgerzentrums in Hofheim (2012)
  • Umbau von leerstehenden Gebäuden zu 12 Dorfgemeinschaftshäusern in den Ortsteilen
  • Gründung des Vereins „Hofheimer Land e.V.“ mit den Allianz-Gemeinden als Mitglieder (2013)
  • Beschäftigung eines Allianz-Managers zur Koordinierung und Umsetzung von Entwicklungsprojekten der Gemeinde-Allianz Hofheimer Land (2013)
  • Revitalisierung von über 220 Gebäuden in den Ortskernen des Allianz-Gebietes
  • Umkehr des Bevölkerungsrückganges in signifikantes Bevölkerungswachstum (seit 2014)
  • Öffentliche Anerkennung:
    Staatspreis 2014 Land- und Dorfentwicklung in der Kategorie "Umfassende Leistungen zur Stärkung des Ländlichen Raums"
    Sonderpreis der Wüstenrot-Stiftung für die Entwicklung des Hofheimer Landes (2015)
    Sieger beim Wettbewerb "Kerniges Dorf" 2015

Resümee

Die Gemeinde-Allianz Hofheimer Land hat die Notwendigkeit einer interkommunalen Zusammenarbeit erkannt und setzt sich unter großer aktiver Bürgerbeteiligung dafür ein, die Region als attraktiven Wohn- und Lebensraum für Menschen jeden Alters zu erhalten.

Engagiert, konsequent und mit großer Überzeugungskraft verfolgt die Allianz das Ziel, die sozialen und baulichen Innenentwicklungspotenziale zu nutzen, um Abwärtsspiralen zu vermeiden. Dafür engagiert sich die Allianz auch finanziell: Dank des Förderkonzepts konnten zahlreiche Baumaßnahmen in den Ortskernen realisiert und eine Belebung der Ortsmitten bewirkt werden. Geschickt kooperiert die Allianz mit Partnern und Behörden und versteht es, Fördermittel zum Wohle der Region abzuschöpfen.

Erste, erfolgreich umgesetzte Projekte zur Sicherung der Nahversorgung sind die Dorfläden in den Gemeinden Aidhausen und Riedbach. Hinsichtlich generationenübergreifender Angebote wird in Aidhausen bereits erfolgreich eine Mehrgenerationenwerkstatt betrieben, den folgten weitere 12 Dorfgemeinschaftshäuser. Kurz nach Abschluss des ILEK wurde das Interkommunale Bürgerzentrum in Hofheim als Schlüsselprojekt eingeweiht. Dem folgten die Vereinsgründung Hofheimer Allianz sowie die Einstellung des Allianz-Managers. Die durch das ILEK geschffenen Organisationsstruktur wird mit der rein ehrenamtlichen Struktur verkünüpft, um Effektivität und Akzeptanzin der Bevölkerung zu erhöhen. Die zugewiesenen Asylbewerber werden unterstützt, um die Bedingungen zu schaffen sich beruflich und familiär zu etablieren.
Diese Offenheit ist eine wichtige Voraussetzungen, um die Region zukunftsfähig zu gestalten und der Erfolg zeigt sich durch die Trendumkehr durch Bevölkerungszunahme.
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