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ländlicher Raum und Landentwicklung

Aktuelle Nachrichten

Kommunen setzen auf kreative Lösungen – brauchen aber dennoch Unterstützung

Geschrieben am 15. November 2017
Die Fachtagung der Schule der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten e.V. beschäftigte sich mit neuen Nahversorgungsmodellen und mit modernen Mobilitätskonzepten. Ein intensives Zusammenspiel zwischen Kommune, Bürgerschaft, dem Handel und Dienstleistungsanbietern ist notwendig, um Angebote zu erhalten und neue gemeinsam zu schaffen. Agile Bürgermeister und engagierte Bürger rufen neue Projekte in Leben. Die Bereitschaft zum Engagement ist groß. Da entsteht ein gemeinschaftlich geführter Dorfladen in Kombination mit einer Seniorenwohngemeinschaft wie im oberbayerischen Schleching oder in Heimertingen im Unterallgäu gründen engagierte Bürger einen Seniorenverein für Fahrdienste. Der Markt Heimenkirch, Lkr. Lindau, verfolgt konsequent die Innenentwicklung und hat ein modernes Mobilitätskonzept entwickelt. Die Fachtagung stellte Lösungsansätze und Beispiele vor, wie ländliche Gemeinden die Lebensqulität erhalten können. Mithilfe neuer Mobilitätsformen und Digitalisierung lassen sich Chancen eröffnen. Dennoch ist die Politik gefordert, denn ohne solide Finanzausstattung der Kommunen werden sich gleichwertige Lebensbedingungen in Bayern schwer umsetzen lassen.

Aktuelles aus dem "digitalen Dorf"

Geschrieben am 08. November 2017
Ende April erhielt die Steinwald-Allianz in der Oberpfalz von Staatsministerin Ilse Aigner den Förderbescheid für das Modellprojekt "digitales Dorf". Seitdem wird gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut an der Idee eines mobilen, digital vernetzten Dorfladens gearbeitet. Bei der Roadshow durch elf Mitgliedsgemeinden wurden im Sommer die Bürgerinnen und Bürger von Wissenschaftlern des Fraunhofer Instituts befragt. Die 10 Fragen rund um Sortiment, Bezahl-modalitäten oder Erfahrungen im Online-Einkauf beantworteten 289 Bürgerinnen und Bürger. 54 % waren weiblich und das mittlere Alter betrug 50 Jahre.
Arbeiten im Hintergrund
Die Wissenschaftler arbeiten derzeit an einer digitalen Plattform, mögliche Touren werden geplant und das Geschäftsmodell gemeinsam mit der Steinwald-Allianz ausgearbeitet. Dabei wird an der ersten Idee festgehalten: Ein Fahrzeug fährt mit einem Grundsortiment und bestellten Waren durch kleine Ortschaften ohne Nahversorgungsmöglichkeiten und bindet dabei die regionalen Erzeuger der Steinwald-Allianz ein. Die Zeit für die Entwicklung ist knapp, denn bis Mitte 2018 sollen "greifbare" Ergebnisse vorliegen.
In der ersten Projektphase wird dazu ein statischer Tourenplan entwickelt und Orte mit mehr als 50 Einwohnern werden herangezogen. Der im Jahr 2015 in den 16 Mitgliedsgemeinden durchgeführte Vitalitätscheck 2.0 liefert die notwendigen Daten: 40 Ortschaften mit mehr als 50 Einwohnern tragen derzeit das Attribut "ohne Versorgungspotenzial". In der Summe sind dies rund 4.320 Einwohner. Eine Dynamisierung der Tour mit eventueller Haustürbelieferung ist für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.
MAN unterstützt das Projekt
Auf großes Interesse ist das Modellprojekt beim LKW-Hersteller MAN gestoßen. Die Firma arbeitet derzeit an einer digitalen Lösung zur intelligenten Steuerung von LKW-Flotten und hat eine partnerschaftliche Begleitung und finanzielle Unterstützung des mobilen Dorfladens in Aussicht gestellt. Die Versammlung der Steinwald-Allianz freut sich letztlich auch darüber, weil damit die Gründung einer haftungsbeschränkten Betreiberform vorangetrieben werden kann.
Unter Beobachtung
Mitte 2018 soll der mobile Dorfladen erstmals durch die Gemeinden fahren, doch die Steinwald-Allianz steht als eine von zwei ausgewählten Modellregionen in Bayern schon jetzt unter großer Beobachtung. Bei vielen Tagungen und Vorträgen wird die Idee, regionale Produkte in einem Fahrzeug zu bündeln und gleichzeitig dem Rückzug von Nahversorgungseinrichtungen entgegenzuwirken, als zukunftsweisend dargestellt. Ob es gelingt, im harten Geschäft von Discountern und Internetgiganten auch wirtschaftlich zu bestehen, wird die Modellphase zeigen. In jedem Fall gilt es, die Chance des Modellprojekts zu nutzen, denn die immer älter werdende Bevölkerung und der prognostizierte Bevölkerungsrückgang in der Region (-10,2 % bis 2035) zwingen dazu, erfinderisch zu werden. Auch das Sterben der kleinen Läden wird weiter anhalten. Seit 2005 hat der Landkreis Tirschenreuth 28 % seiner Lebensmittelgeschäfte verloren.

Dorferneuerung und Innenentwicklung

Geschrieben am 03. November 2017
Minister ehrt 16 Bauherren für herausragende Erneuerung und Wiederbelebung denkmalgeschützter und ortsbildprägender Gebäude.
10 private und 6 öffentliche Bauherren haben sich um die Identität und die Innenentwicklung von Dörfern verdient gemacht. Sie haben Gebäude erhalten und revitalisiert - für Wohnzwecke oder das Gemeinschaftsleben im Dorf mit neuem Leben erfüllt. Minister Brunner zeichnete die Bauherren für ihre hervorragenden Leistungen mit dem "Staatspreis 2017 - Dorferneuerung und Baukultur" aus. Die feierliche Ehrung erfolgte am 26. Oktober 2017 in der Münchner Residenz. Eingereicht wurden von den Ämtern für Ländliche Entwicklung 28 Projekte. Sie wurden aus 4 000 Projekten ausgewählt, die in den fünf letzten Jahren im Rahmen der Dorferneuerung durchgeführt wurden.
Die Bayerische Staatsregierung setzt zur Stärkung des ländlichen Raums intensiv auf die Ländliche Entwicklung. Mit großem Interesse und Engagement beteiligen sich die Bürgerinnen und die Bürger an den durch die Ländliche Entwicklung ausgelösten und begleiteten Entwicklungsprozessen und planen und gestalten ihren Lebensraum in Dorf und Landschaft gerne selbst aktiv mit. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zeichnet besonders gelungene Projekte mit Staatspreisen aus. Damit werden gleichzeitig das große Engagement und die Eigenverantwortung von Bürgerinnen und Bürgern für ihre Heimat sowie für die Baukultur und einen lebenswerten ländlichen Raum in Bayern gewürdigt. Der Wettbewerb "Staatspreis Ländliche Entwicklung" findet jährlich und alternierend zwischen "Dorf- und Landentwicklung" und "Dorferneuerung und Baukultur" statt.

25 Jahre SDL Plankstetten

Geschrieben am 23. Oktober 2017
Die Schule der Dorf- und Landentwicklung Plankstetten feierte kürzlich ihren 25 Geburtstag. Zu diesem Anlass kamen pominente Redner und Gäste. Trotz Urbanisierung ist das Leben auf dem Land attraktiv, wenn die Gemeinden die Zukunft gestalten. Die SDL Plankstetten untersützt Gemeinden aus der Oberpfalz und Niederbayern bei ihren Entwicklungsprozessen. Wir gratulieren sehr herzlich und wünschen weiter viel Erfolg.

Anders Wohnen...

Geschrieben am 19. Oktober 2017
Unter dem Motto "Anders Wohnen..." haben sich Gemeindevertreter aus Kirchanschöring, der ILE Waginger See und in der Gemeinde tätige Architekten auf den Weg in den Bregenzerwald gemacht, um neben der allgemein geschätzten Holzbauarchitektur dieser Gegend speziell neue Wohnbauprojekte als Alternative zum Einfamilienhausbau kennenzulernen. Als Mehrfamilienhäuser mit attraktiven Wohnräumen und Loggien als Freisitze, hochwertigen gemeinschaftlichen Treppenhäusern, geringstem Energieverbrauch, unbehandeltem Holz für Wand, Boden und Fassaden überzeugen diese besonders in den Ortsmitten, wo Bewohner aller Generationen von den kurzen Wegen zu den Nahversorgern profitieren.
Über ihre engen Kontakte in die Gemeinden im Rahmen von Lehr- und Forschungsprojekten gelang es den Architektinnen Nadja Häupl und Stefanie Seeholzer von "ortegestalten" neben der Bürgermeisterin Annette Sohler (Lingenau) und den Bürgermeistern Arnold Hirschbühl (Krumbach), Gerhard Beer (Hittisau) und Kurt Krottenhammer (Langenegg) auch Bewohner und Erbauer (Morscher Bau- & Projektmanagement GmbH) der Wohnhäuser für Führungen zu gewinnen. Im direkten Gespräch konnte viel Wissen und Erfahrung ausgetauscht werden, die Mut machen für gemeinschaftliche Wohnprojekte in Holz in Kirchanschöring.

Kulturlandschaft erhalten und gestalten

Geschrieben am 18. Oktober 2017
Bunte Vielfalt in der Flur konnten Walter Herb und Franziska Burlefinger, Landschaftsplaner, der Exkursionsgruppe aus Altenstadt, Landkreis Weilheim - Schongau zeigen. Die Exkursionsgruppe besuchte u. a. die Marktgemeinde Thierhaupten. Der Rundgang führte über den Mühlenweg zum Brunnenwasser und den Auerochsen. Auch der Hochwasserschutz war ein Thema.

Zukunftsvision - offene Dörfer

Geschrieben am 10. Oktober 2017
Im Rahmen der Zuwanderung von Geflüchteten nach Deutschland hat die SDL Thierhaupten im Zeitraum (2015-2017) 8 Seminare mit über 350 Teilnehmern durchgeführt. Bei den Teilnehmenden handelte es sich um Personen, die sich in Unterstützerkreisen engagierten und um Kommunalpolitiker aus ländlichen Kommunen in Bayern. Die Erfahrung aus den Veranstaltungen und die gesellschaftlichen Entwicklungen verdeutlichen, dass die Integration von Geflüchteten eine Aufgabe unserer Gesellschaft ist. Des Weiteren sind viele Defizite Versäumnisse sowie Missstände, die in unseren Gemeinden schwellend vorhanden sind zu Tage getreten. Dazu zählen Mangel an Wohnraum und Leerstände in Dorfzentren, fehlenden Mobilitäts- und Versorgungskonzepte sowie Abwanderung und Überalterung. Ängste verursachen die Ignoranz sowie die Spaltung der Dorfgemeinschaften. Um unsere ländliche Gesellschaft weiterzuentwickeln brauchen wir „Offene Dörfer“, die sich den Herausforderungen stellen und ihre Chancen nutzen.

Zweiländermuseum Rodachtal

Geschrieben am 25. September 2017
Besuchen Sie das Zweiländermuseum Rodachtal in Streudorf mit dem Ausstellungsthema "Von der Freiheit eines Christenmenschen". Im Lutherjahr widmet sich die Sonderstellung dem Thema Luther und dem von ihm geprägten Freihheitsbegriff. Dieser ist mit vielen Parallelen zu dem was die Menschen 1989 bewegte für ihre Freiheit zu kämpfen, verbunden. So regen Luthers Schriften auch 500 Jahre später noch zum Nachdenken an, was für einen persönlich Freiheit wirklich bedeutet. Noch bis zum 01.11.2017 können Sie die Ausstellung im Zweiländermuseum besuchen. Weitere infos unter http://www.zweilaendermuseum.de

Gesundheitsregion Fichtelgebirge

Geschrieben am 21. September 2017
Vier Kommunen im Fichtelgebirge haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) zu erarbeiten. Eine Informationsfahrt führte die Projektverantwortlichen mit weiteren ausgewählten relevanten Akteuren durch das Untersuchungsgebiet der Gemeinden Bad Alexandersbad, Bad Berneck, Bischofsgrün und Weißenstadt. Die Gemeinsamkeit der Gemeinden zum Thema Gesundheit wurden genauer unter die Lupe genommen, aber es wurden auch Stolperstellen aufgedeckt. Das Büro FUTOUR entwickelte gemeinsam mit den Akteuren Ideen zur Attraktivierung, Angebotsentwicklung und zukünftigen Positionierung. Neben dem Schwerpunkt Gesundheitstourismus spielen beim ILEK die Themen Daseinsvorsorge, Mobilität, Innenentwicklung und Kreativwirtschaft ebenfalls zentrale Rollen.

Integration "von klein an"

Geschrieben am 18. September 2017
Die Übergabe des 500. Förderbescheids der "500 LandInitiativen" durch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt fand vor wenigen Tagen statt. Ausgezeichnet wurde das Mütter- und Familienzentrum Roth e.V. (MütZe) in Roth für das Projekt "von klein an". Voneinander lernen steht in dieser ehrenamtlich geleiteten Vorkindergartengruppe für Flüchtlingskinder, Eltern und Familien im Fokus. Im Rahmen des einjährigen Projekts werden in der Vorkindergartengruppe zwei Plätze für Migrantenkinder unter drei Jahren zur Verfügung gestellt. Die Mütter unterstützen ehrenamtlich den Familientreff der Einrichtung und wirken dabei als Vermittlerinnen zwischen den Kulturen. Ziel des Projekts ist es, den Austausch aller Familien zu stärken und Migrantinnen Integrationsmöglichkeiten durch das Ehrenamt aufzuzeigen. Lesen Sie weiter?
Infos auch unter:http://www.500landinitiativen.de

Auszeichnung "Bayern barrierefrei" für das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

Geschrieben am 14. September 2017
Tirschenreuth. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz wird vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration mit dem Signet „Bayern barrierefrei“ ausgezeichnet. Ministerialrat Wolfgang-Günther Ewald vom Landwirtschaftsministerium übergibt das Signet an Behördenleiter Thomas Gollwitzer.

weitere Info´s siehe Pressemitteilung

Regierungungsdelegation Woronesch (Zentralrussland) besucht die SDL Thierhaupten

Geschrieben am 13. September 2017
Aus Woronesch, Russland, stammten die Gäste, die auf Einladung des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums die Schule der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten (SDL) besuchten. Die Regierungsdelegation hält sich mehrere Tage im Landkreis Augsburg auf und informiert sich über die Abwicklung der Verfahren der Ländlichen Entwicklung, insbesondere Dorferneuerung und Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE). Gerlinde Augustin, Geschäftsführerin der Schule für Dorf- und Landentwicklung, erläuterte den sehr interessierten Gästen die Aufgaben der SDL. Als Forum für den ländlichen Raum begleitet die SDL die Verfahren der Ländlichen Entwicklung durch Bildungsangebote. Darüber hinaus werden Fachseminare und Fachexkursionen durchgeführt.
Die Förderung von Initiativen sei eine der wesentlichen Bausteine, die den Erfolg der SDL begründet, so Augustin. „Eine große Rolle spielt dabei die Motivation: Um Eigeninitiative anzuregen, muss man die Herzen der Menschen öffnen.“ Das Flair des ehemaligen Benediktinerklosters, ausgefeilte Arbeitsmethoden und die Analyse von komplexen Wirkungszusammenhängen schulen den Blick für die künftigen Herausforderungen. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung brauchen Gemeinden fachliche und methodische Unterstützung, um Strukturen und Funktionen in ihren Dörfern zu halten. Zusammenfassend erkannten die Gäste, dass nicht alle Entwicklungen von oben verordnet sind. Eine moderne Kommune mit einem funktionierenden Gemeinwesen lebt vom Engagement seiner Bürger. Im Sinne des Subsidiaritätsprinzips regelt und ordnet der Staat nicht alles, sondern er stellt die Eigenverantwortung vor staatliches Handeln.

Die SCHALTZENTRALE - erster Coworking Space im Fichtelgebirge eröffnet

Geschrieben am 12. September 2017
Die SCHALTZENTRALE ist ab sofort der neue Treffpunkt für Kreative, Macher und Schaffer im Fichtelgebirge. Binnen kürzester Zeit konnte dieses zukunftsweisende Gemeinschaftsprojekt mithilfe des Engagements zahlreicher offizieller und gewerblicher Protagonisten umgesetzt werden. Von den ersten Ideen für einen Coworking Space im Fichtelgebirge seitens der Verwaltung für Ländliche Entwicklung vergingen gerade einmal wenige Monate, bis DIE SCHALTZENTRALE in Bad Berneck, Regierungsbezirk Oberfranken, Landkreis Bayreuth, am 12. August 2017 feierlich eröffnet wurde.

Weitere Info´s siehe Datei "Die SCHALTZENTRALE"

Türkischer Besuch am Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

Geschrieben am 07. September 2017
Tirschenreuth. Eine 14-köpfige Delegation der türkischen „Wasserwirtschaftsverwaltung“ (General Directorate of State Hydraulic Works – DSI) besuchte das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz zu einem dreitägigen Informations- und Erfahrungsaustausch. Das DSI betreut in der Türkei Flurneuordnungen im Zusammenhang mit wasserbaulichen Maßnahmen, wie dem Hochwasserschutz oder Bewässerungsmaßnahmen. Behördenleiter Thomas Gollwitzer gab allgemeine Informationen zur Verwaltung für Ländliche Entwicklung, insbesondere zu den politischen Vorgaben und Zielen, Handlungsprinzipien und -schwerpunkten sowie zu den laufenden Vorhaben in der Oberpfalz.
Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung ist auch im Bereich Hochwasserschutz und Wasserrückhalt ein wichtiger Partner der ländlichen Kommunen in Bayern. Bei der zweitägigen Fachexkursion erhielten die türkischen Experten vor Ort einen Überblick über die Arbeitsweise und Instrumente der Ländlichen Entwicklung.

Am Beispiel des Verfahrens Hagenohe im Landkreis Amberg-Sulzbach wurde den Teilnehmern die Initiative boden:ständig vorgestellt. Mit Rückhaltebecken, der Anhebung landwirtschaftlicher Wege und einem Grabensystem wurde ein effiktiver Boden-, Gewässer- und Hochwasserschutz umgesetzt.
Das von 4 Kommunen getragene Projekt zur Gewässerentwicklung und zum Hochwasserschutz am Krumbach im Landkreis Amberg-Sulzbach ist ein Paradebeispiel für eine gelungene interkommunale Zusammenarbeit. Als nächstes stand das Flurneuordnungs- und Dorferneuerungsverfahren Kollersried im Landkreis Regensburg mit einem naturnahen Grabenausbau und einer flächigen Wasserrückhaltung auf dem Programm. Die türkischen Vermessungs-, Agrar- und Bauingenieure waren beeindruckt von beiden Projekten, den Maßnahmen und der intensiven Beteiligung der betroffenen Landwirte.
Zum Abschluss des Besuches wurde die Baustelle des Flutpolders Riedensheim im Landkreis Ingolstadt besichtigt. Die benötigten Flächen für diese Maßnahme konnte der Freistaat Bayern erwerben. Das Bodenmanagement wird mit einem Unternehmensverfahren umgesetzt.

Es ist wieder Sommer!

Geschrieben am 14. August 2017
Wir wünschen einen wunderschönen Sommer! Viele sonnige, warme Tage, Biergartenwetter, ein schönes Buch, einen Badesee oder ein tolles Naturfreibad in der Nähe – das wäre doch toll! Vielleicht geht’s sogar in den Urlaub mit der Familie! Auf gute Erholung und auf eine schöne Zeit.

Japanischer Besuch in der Fränkischen Schweiz

Geschrieben am 10. August 2017
Die Fränkische Schweiz hat einiges zu bieten. Einheimische, aber auch viele Touristen haben das schon lange erkannt. Burgen, vielfältige Landwirtschaft, Wandermöglichkeiten und kulinarische Erlebnisse sind nur einige der Besonderheiten in der Fränkischen Schweiz. Nun sollen das auch die Japaner erfahren. Fünf japanische Familien haben kürzlich die Gegend erkundet und waren sichtlich begeistert von dem Angebot. Zustande kam der Besuch vor allem durch die Integrierte Ländliche Entwicklungsgemeinschaft mit Gößweinsteins Bürgermeister Hansjörg Zimmermann, Ebermannstadts Bürgermeisterin Christiane Meyer, aber auch durch Wolfgang Schmidt, Personalleiter bei Alpine Electronics. Die Idee war, etwas andere Gäste in die Region zu locken. Also fuhren im vergangenen Jahr Hansjörg Zimmermann, Christiane Meyer, Kirschkönigin Sandra Grau und einige andere Repräsentanten der Fränkischen Schweiz nach München zur japanischen Gemeinschaft und präsentierten die Reize, die die Fränkische Schweiz so zu bieten hat. Besonders begeistert waren die Japaner von der Kirschblütenpracht, die es hier jedes Jahr zu sehen gibt, weil die Kirschblüte in der japanischen Kultur eine bedeutende Rolle spielt. Damals schon waren die japanischen Familien von der Fränkischen Schweiz angetan und planten einen Besuch. Mit dem Pretzfelder Kirschenfest war es dann so weit. Fünf japanische Familien mit ihren Kindern erkundeten Schloss Greifenstein, eine Kirschplantage, die Schnapsbrennerei Haas und Burg Feuerstein mit seinem Flugplatz. Ich werde wiederkommen, meinte der Japaner Keizo Suzuki am Samstag vor seiner Rückfahrt nach München. Und er will ganz viel Werbung machen "für die wundervolle Fränkische Schweiz". Suzuki und seine vier japanischen Kollegen arbeiten bei Firmen in München und waren mit ihren Familien einer Einladung von Ebermannstadts Bürgermeisterin Christiane Meyer und Gößweinsteins Bürgermeister Hansjörg Zimmermann gefolgt, die Fränkische Schweiz zu besuchen. Die beiden Bürgermeister wollen im Rahmen des Integrierten Ländlichen Entwicklungsnetzwerks "Fränkische Schweiz Aktiv" den Tourismus für Japaner fördern.

Heimat unternehmen - Menschen schaffen regionale Werte

Geschrieben am 03. August 2017
Beginn: Freitag, den 6.10.2017 um 12:30 Uhr, Ende: Samstag, den 7.10.2017 um 13:00 Uhr, Veranstaltungsort: Christliche Gästehäuser Hohe Rhön, Fischzucht 1, 97653 Bischofsheim an der Rhön. Diese Veranstaltung ist DIE Gelegenheit, andere kreative und unternehmerische Menschen und ihre Projekte kennenzulernen, neue Kontakte zu knüpfen und am besten gleich die nächsten Schritte in Ihrem eigenen HeimatUnternehmen anzugehen. Wenn Sie also auch ein HeimatUnternehmer sind oder einer werden, dann kommen Sie doch dazu: HeimatUnternehmen will, dass Sie mit Ihrer Sache weiterkommen und damit gleichzeitig Ihre Heimat mitgestalten. Anbei der Flyer und das Anmeldeformular.
Die Tagung ist öffentlich. Ihre Ameldung mit Ihren Kontaktdaten erbitten wir schriftlich per Post, Fax oder E-Mail bis 29.09.2017 (siehe Flyer)

Von der Insel zum Archipel durch interkommunale Zusammenarbeit

Geschrieben am 27. Juli 2017
Mehr als Mehr als 80 Prozent der unterfränkischen Gemeinden sind in einer kommunalen Allianz. Welche Strategien haben sich bewährt? Welcher Veränderungen bedarf es, um als Region erfolgreich zu sein oder zu werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Informations- und Erfahrungsaustausches der Integrierten Ländlichen Entwicklungen Unterfrankens. Auf Einladung des Amtes für Ländliche Entwicklung Unterfranken diskutierten rund 100 Bürgermeister, Allianzmanager und Vertreter von Regierung und Landkreisen aktuelle und zukünftige Themen der kommunalen Allianzen. Anbei weitere Informationen.

Bergsteigerdörfer - Sachrang und Schleching

Geschrieben am 24. Juli 2017
Feierlich unterzeichneten die beiden Bürgermeister in Anwesenheit der Ministerinnen Ilse Aigner und Ulrike Scharf die Deklaration des Deutschen Alpenvereins (DAV). Damit sind die beiden Dörfer nach Ramsau das zweite und dritte Bergsteigerdorf in Deutschland.
Nachhaltige Entwicklung Schleching und Sachrang setzten den Fokus damit nicht nur auf die eigene touristische Entwicklung, sondern auf die nachhaltige Entwicklung der gesamten Region. Eine große Gemeinsamkeit spielt bei der Bewerbung übrigens eine große Rolle: Zwischen beiden Gemeinden liegt der Geigelstein. In der Vergangenheit trennte dieser ebenso geschichtsträchtige wie beliebte Wanderberg Schleching und Sachrang. Wir gratulieren sehr herzlich!

Die Initiative "boden:ständig" macht Projekttag

Geschrieben am 19. Juli 2017
Kutzenhausen: Was passiert eigentlich mit dem Boden, wenn es regnet? Antworten auf diese Frage suchten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kutzenhausen, Landkreis Augsburg. Einen Tag lang haben die Schüler mit Begeisterung geforscht, um dem Geheimnis des Bodens auf die Spur zu kommen. Die wichtigste Erkenntnis war: Boden ist nunmal mehr als Dreck und braucht Schutz.

Lust auf Heimat

Geschrieben am 17. Juli 2017
Das Ehepaar Raab aus Friedberg erhielt kürzlich den Bayerischen Landeskundepreis des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege in Thierhaupten. Das Ehepaar Raab hat diesen Preis mehr als verdient, das unterstrich der Vorsitzende des Arbeitskreises für Landeskunde und Kulturlandschaft, Thomas Gunzelmann, in seiner Laudatio ebenso wie Landrat Klaus Metzger.

Wald im Allgäu - Ein Dorf mit Zukunft

Geschrieben am 26. Juni 2017
Die Gemeinde Wald im Landkreis Ostallgäu ist Bezirkssieger des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden". "Irre stolz" sei man, sagt Bürgermeisterin Johanna Purschke. Wald hat gut 1000 Einwohner und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Seeg. Über die ursprüngliche Idee der Dorfverschönerung hinaus beinhaltet der Dorfwettbewerb mittlerweile eine umfassende Sichtweise auf das Dorf. Der Wettbewerb soll die dörfliche Identität der Teilnehmer stärken und einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse auf dem Lande leisten. Neben dem bürgerschaftlichen Engagement wird die Pflege und der Erhalt von Natur und Umwelt bewertet. Herzlichen Glückwunsch!

Eine Idee trägt in die Zukunft

Geschrieben am 26. Juni 2017
Seit 25 Jahren gibt es die Schule der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten. Das Jubiläum wurde am letzten Freitag mit rund 130 Gästen - darunter auch der Bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner - gefeiert. Wie angesehen die Bildungseinrichtung ist, machte die große Zahl prominenter Gäste deutlich, darunter Landtagsabgeordnete, Landräte, Bezirks- und Kreistagsabgeordnete, Bürgermeister und verschiedene Fachleute und Moderatoren. Seit ihrer Gründung haben 37.500 Teilnehmer in über 1.600 Veranstaltungen vom Wissen der Schule profitiert. Die SDL sei ein Musterbeispiel dafür, wie Menschen Initiativen entwickeln, um ihr Dorf und ihre Heimat gemeinsam zu gestalten, erklärte Minister Brunner in seiner Ansprache.
Unter "Aktuelles" finden Sie Fotos!

25 Jahre Verantwortung für das Land - gemeinsam Zukunft gestalten

Geschrieben am 16. Juni 2017
Die Schule der Dorf-und Landentwicklung feiert am 23.6.2017 ihr 25jähriges Bestehen. Staatsminister Helmut Brunner wird die Festrede halten. Zusätzlich kommen ehemalige Teilnehmer der Gründungszeit sowie Bürgermeister und Fachleute zu Wort. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von den Künstlern Monika Drasch (Grüne Geige) und Johann Zeller. Durch die Feier führt Herr Wolfgang Schneider vom Bayerischen Rundfunk.

Staatspreise für Erhalt der Baukultur im ländlichen Raum

Geschrieben am 09. Juni 2017
Für die herausragende Erneuerung und Wiederbelebung von denkmalgeschützten und ortsbildprägenden Gebäuden hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner kürzlich 14 private und kommunale Bauherren aus ganz Bayern mit Staatspreisen ausgezeichnet. Auf die Preisträger wartet eine Geldprämie von jeweils 2.000 Euro. Zwei weitere Projekte erhalten einen in gleicher Höhe dotierten Sonderpreis. Der Minister wird die Preise am 26. Oktober bei einem Festakt in der Münchner Residenz feierlich überreichen. Die ausgezeichneten Projekte sind laut Brunner beispielgebend für den Erhalt der Baukultur und von entscheidender Bedeutung für die Innenentwicklung der Dörfer.
Lesen Sie mehr unter http://www.stmelf.bayern.de/service/presse/pm/2017/164239/index.php

Fachtagung zum Klimawandel - Ländliche Entwicklung unterstützt Gemeinden und Landwirte bei Anpassungsstrategien

Geschrieben am 07. Juni 2017
„Kommunen und Landwirte sind strategische Partner bei der Bewältigung des Klimawandels. Beide sind gefordert, ein zukunftsfähiges Wassermanagement zu entwickeln, in dem die Speicherfähigkeit der Böden erhöht, der Wasserrückhalt in der Fläche verbessert und Boden und Gewässer besser geschützt werden,“ machte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zum Auftakt der Fachtagung der Verwaltung für Ländliche Entwicklung in Bad Windsheim vor rund 450 Gästen klar. „Diese Partnerschaft möchte ich stärker ausbauen und unterstützen.“

Beispielhaft nannte Brunner die Initiative „boden:ständig“, die mit einer engen Partnerschaft zwischen Landwirten, Kommunen und Fachverwaltungen den Boden- und Gewässerschutz voranbringt. Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung habe auch mit Flurneuordnung, Dorferneuerung, Gemeindeentwicklung und Integrierter Ländlicher Entwicklung die geeigneten Instrumente, um bedarfsgerecht angepasste Strategien zu entwickeln und gemeinsam mit der Bevölkerung in konkreten Projekten umzusetzen. Zudem gelte es weiterhin den Klimaschutz zu forcieren. „Ziel muss auch künftig die Verminderung des Kohlendioxid-Ausstoßes und die Abkehr von Öl und Kohle sein. Auch deshalb, weil vom Einsatz erneuerbaren Energien der ländliche Raum profitieren kann!“

Die Kommunen im ländlichen Raum nehmen sich dieser Zukunftsthemen mit beträchtlichem Einsatz an. Gerade für die kleineren Gemeinden ist dies allerdings eine große Herausforderung“, so der Minister. „Deshalb brauchen sie kompetente Begleitung. Diese biete ich ihnen durch die Ämter für Ländliche Entwicklung an.“

Weitere Informationen siehe http://www.landentwicklung.bayern.de.

Dorfschätze im westlichen Steigerwald

Geschrieben am 07. Juni 2017
Seit 2007 arbeiten die neun Gemeinden Abtswind, Castell, Großlangheim, Kleinlangheim, Prichsenstadt, Rüdenhausen, Schwarzach am Main, Wiesenbronn und Wiesentheid in der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) „Dorfschätze“ zusammen. Ursprünglich zweckorientiert auf eine bessere Vermarktung ausgerichtet haben sich die Dorfschätze zu einem interkommunalen Verbund mit breit angelegtem Leitbild entwickelt. Eine Vielzahl umgesetzter Erfolgsprojekte stärken den Zusammenhalt und geben dieser Strategie recht. Eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit und die intensiv gelebte Bürgerbeteiligung tragen zu dem hohen Bekanntheitsgrad und der großen Akzeptanz der Dorfschätze in der Region bei. Lesen Sie mehr darüber in der Projektbeschreibung!
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